2/2002
Schiwoche in Hinterglemm 23.03. - 01.04.2002
Bis zum letzten Tag war es, aufgrund der geradezu sommerlichen Wochen davor, nicht sicher, ob genügend Schnee liegen würde, um Szdarskys Erfindung auszuprobieren bzw. die Technik an diesem Gerät zu perfektionieren. Glücklicherweise schlug das Wetter kurz vorm betreffenden Zeitraum um, sodass es selbst noch bei der Anreise (Sonntag) eisig kalt, verschneit, also mit einem Wort unwirtlich war. Und das war gut. Schließlich, was wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht wussten, sahen wir einer sehr sonnigen und warmen Woche entgegen.
Die "Hütte" (eine Unterkunft für ca. 40 Leute) des Alpenvereines liegt sozusagen ziemlich optimal, nämlich eigentlich genau auf der Piste, direkt neben dem Sessellift und nahe am Ortszentrum, noch dazu kann man mit dem Automobil bis vor die Hütte fahren. Das klingt nach einer sagenhaften Kombination. Ist es auch. Die Stimmung war von Anfang an gut. Da sich noch nicht alle kannten, wurde gleich am ersten Abend ein paar Kennenlern- und sonstige Spiele veranstaltet. Man gewöhnte sich schnell an die neue Umgebung und freute sich schon auf den ersten Schitag.
Montag, erster Schitag: Noch ließ sich die liebe gute Sonne kaum blicken. Der Schnee war dafür traumhaft. Die Ortskenntnisse waren, was die Pisten anbelangt auch noch nicht überzeugend, dazu waren einige Pisten wegen akuter Lawinengefahr für den öffentlichen Wintersportverkehr noch nicht freigegeben, was dem Vergnügen keinen Abbruch tat, selbstredend. Zu Mittag konnte man sich ein wenig bei einer nährenden Suppe aufwärmen und stärken, danach ein wenig von den Vormittagsstrapazen ausruhen (das Mittagsprogramm lief täglich ähnlich ab). Am Nachmittag wurde dann weiters der herrliche Pulverschnee genutzt. Abschließen konnte man den anstrengenden Skitag, eigentlich wie jeden Tag dieser Woche, mit einer gemütlichen Jause, um das anschließende Aprés-Ski-Programm zu beginnen.
Zum Teil wurde dies mit einer kleinen Wanderung ins örtliche Schwimmbad gemacht, teils wurde Zeitung gelesen, andere vergnügten sich bei Spiel oder Plausch. Die übliche Abendgestaltung, welchselbige einem stets feudalen Dinner, jeweils von einem anderem, schon vor Urlaubsbeginn eingeteiltem Team zubereitet, folgte, war in der Regel ein lustiger Spieleabend (Kartenspiele, ja sogar ein sensationelles Bauernschnapsen-Turnier wurde organisiert, Brettspiele, oder einmal ein wirklich sehr lustiger "bunter Abend" mit diversen Gesellschaftsspielen, Sketches, etc.). Zum Tagesprogramm sei noch erwähnt, dass wir nicht nur das Schi fahren praktizierten, sondern sich so mancher auch im Snowboarden, beim Touren gehen, beim Rodeln, beim Langlaufen, Spazieren gehen, etc. gütlich tat.
Es war mit einem Wort ein harmonisches Zusammensein, abgesehen von ungustigen Aktionen, wie den oralen Auswurf, der von zwei Personen infolge einer Virusinfektion getätigt worden ist. Auch eine grausige Morbus Influenza musste von zumindest zwei Schilagerteilnehmern erduldet werden, was natürlich den Spaß für jene ein wenig abschwächte. Doch im Gesamten war es, so wage ich zu behaupten, eine schöne, erholsame Woche für alle Beteiligten.
Gut Heil,